01 · Ausgangslage
Eine Migration darf nicht wie ein Neustart bei Null wirken.
Ihre bestehende Website ist nicht nur eine Sammlung von Seiten. Sie enthält Inhalte, Medien, Funktionen, interne Abläufe, Suchmaschinen-Signale und Adressen, die Besucher seit Jahren nutzen. Wenn beim Wechsel nur das neue System zählt, gehen genau diese Werte verloren.
Wir planen die Migration deshalb aus zwei Richtungen: Was muss vollständig erhalten bleiben, und was sollte beim Umzug bereinigt werden? Diese Unterscheidung ist wichtig. Nicht alles, was alt ist, ist wertvoll. Aber alles Wertvolle muss sichtbar, erreichbar und nutzbar im neuen System ankommen.
Das Ziel ist kein spektakulärer Systemwechsel. Das Ziel ist eine Website, die nach dem Wechsel stabil läuft, sichtbar bleibt und vom Team leichter gepflegt werden kann.
02 · Unabhängigkeit
In beide Richtungen — und ohne Eigeninteresse
Wir migrieren von TYPO3 zu WordPress und von WordPress zu TYPO3. Weil wir beide Systeme aus der täglichen Arbeit kennen, müssen wir uns für keine Richtung rechtfertigen. Die meisten Agenturen können nur ein System und empfehlen deshalb immer denselben Weg — manchmal auch dann, wenn er für den Kunden der falsche ist.
Welcher Weg für Sie der richtige ist, hängt von Ihrem Betrieb und Ihrem Team ab, nicht von unserem Werkzeugkasten. Diese Unabhängigkeit ist der eigentliche Wert, den wir in eine Migrationsberatung einbringen.
03 · Bestandsschutz
Was bei einer sauberen Migration erhalten bleibt
Ihre Inhalte
Texte, Bilder, Dokumente und Strukturen werden systematisch übertragen. Bei großen Beständen prüfen wir vorab, was übernommen, bereinigt oder aussortiert werden kann.
Ihre Rankings
Eine vollständige Redirect-Planung leitet alte URLs auf passende neue Seiten weiter. So bleibt die Sichtbarkeit erhalten, die Ihre Website aufgebaut hat.
Ihre Funktionen
Formulare, Suche, Mehrsprachigkeit oder Schnittstellen werden im Zielsystem nachgebaut, statt einfach wegzufallen.
Ihre Arbeitsfähigkeit
Nach der Migration kann Ihr Team im neuen System weiterarbeiten, mit Einweisung und Dokumentation, ohne langen Lernvorlauf.
04 · Sichtbarkeit
Warum Rankings beim Wechsel verloren gehen — und wie wir das verhindern
Suchmaschinen haben jede Seite Ihrer Website unter einer bestimmten Adresse gespeichert. Ändert sich beim Systemwechsel die Struktur dieser Adressen — und das tut sie fast immer — laufen die alten Adressen ins Leere. Für die Suchmaschine ist die Seite verschwunden, für Besucher erscheint eine Fehlermeldung.
Verhindern lässt sich das durch eine vollständige Weiterleitungsplanung. Wir erfassen vor der Migration jede bestehende Adresse, ordnen ihr die passende neue zu und richten eine dauerhafte Weiterleitung ein. Diese Arbeit ist unspektakulär und entscheidet doch darüber, ob eine Migration die Sichtbarkeit kostet oder bewahrt.
05 · Zielsystem
TYPO3 oder WordPress — wohin der Weg führen sollte
Wenn ein Wechsel ansteht, ist die Richtung keine Geschmacksfrage. Sie hängt davon ab, wie Ihre Website genutzt wird und wer sie pflegt.
Eher WordPress, wenn...
Ein kleines Team die Seite pflegt.
Schnelle, einfache Inhaltspflege im Vordergrund steht.
Ein überschaubarer Funktionsumfang genügt.
Flexibilität und Tempo zählen.
Die laufenden Kosten schlank bleiben sollen.
Eher TYPO3, wenn...
Viele Redakteure mit abgestuften Rechten arbeiten.
Komplexe, tief verschachtelte Strukturen nötig sind.
Anspruchsvolle Mehrsprachigkeit gefragt ist.
Strenge Rechte- und Freigabe-Workflows zählen.
Die Seite sehr groß und strukturell anspruchsvoll ist.
Die Grenze ist nicht scharf, und beide Systeme können viel mehr, als diese Gegenüberstellung andeutet. Sie gibt die Richtung vor. Im Erstgespräch schauen wir uns Ihren konkreten Fall an, statt nach Schema zu entscheiden.
06 · Ablauf
So wird aus dem Systemwechsel ein geplanter Umzug
Die Migration wird nicht am Live-System ausprobiert. Wir zerlegen sie in klare Schritte, prüfen die kritischen Punkte vorab und schalten erst um, wenn Inhalt, Technik und Redirects zusammenpassen.
Bestand aufnehmen
Wir sichten Seiten, Medien, Dokumente, Sprachen, Formulare, Schnittstellen, Benutzerrollen und technische Abhängigkeiten.
Zielsystem entscheiden
WordPress oder TYPO3 wird anhand Ihrer redaktionellen Abläufe, Teamgröße, Struktur und laufenden Kosten bewertet.
Inhalte vorbereiten
Erhaltenswerte Inhalte werden übernommen, veraltete Bereiche markiert und Strukturen bereinigt, bevor sie ins neue System wandern.
Funktionen nachbauen
Was die alte Seite leisten musste, wird im Zielsystem sauber neu aufgebaut: Formulare, Suche, Mehrsprachigkeit, Rechte oder Schnittstellen.
Redirects planen
Alte URLs werden den passenden neuen Adressen zugeordnet, damit Besucher und Suchmaschinen am richtigen Ort landen.
Umzug und Einweisung
Der Wechsel erfolgt geplant zu einem festen Zeitpunkt. Danach bekommt Ihr Team eine verständliche Einweisung für die neue Arbeitsweise.
07 · Branchentypisches Szenario
Ein typischer Fall aus der Praxis
Ein Unternehmen betrieb eine TYPO3-Seite, die ursprünglich für ein großes Redaktionsteam gedacht war. Inzwischen pflegte eine einzelne Person die Inhalte — und kämpfte mit einem System, das für ihren Bedarf überdimensioniert war. Jede kleine Änderung wurde zur Hürde, also unterblieben Änderungen.
Wir haben zu WordPress migriert, weil das schlankere System besser zur tatsächlichen Nutzung passte. Alle Inhalte und die mehrsprachige Struktur wurden übernommen, die Rankings blieben über die Redirect-Planung erhalten. Der Wechsel hat kein Problem mit der alten Seite gelöst — er hat die Seite an die Realität des Teams angepasst.
08 · Einordnung
Wann sich eine Migration lohnt — und wann nicht
Ein Systemwechsel ist kein Selbstzweck. Wenn Ihr aktuelles CMS tut, was Sie brauchen, gibt es keinen Grund zu wechseln, und wir raten Ihnen davon ab.
Sinnvoll wird eine Migration, wenn die Pflege zu aufwendig geworden ist, das System nicht mehr zur Teamgröße passt, Sicherheits- und Wartungsfragen den Betrieb belasten oder der Support für Ihre Version ausgelaufen ist.
09 · Vorbereitung
Vor der Migration — eine kurze Checkliste
Diese Punkte zeigen schnell, ob ein CMS-Wechsel gerade der richtige Schritt ist.
- Was genau stört am aktuellen System — die Pflege, die Kosten, die Sicherheit?
- Passt die Komplexität des Systems noch zur Größe Ihres Teams?
- Welche Inhalte und Funktionen müssen unbedingt mitwandern?
- Gibt es eine vollständige Redirect-Planung für die alten Adressen?
- Wer pflegt das neue System, und ist eine Einweisung eingeplant?
Wenn Sie bei der ersten Frage keine konkrete Antwort haben, ist eine Migration vielleicht nicht der richtige Schritt. Dann lohnt erst ein genauer Blick auf das, was wirklich stört.